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Europäische Zusammenarbeit: Gemeinsam für den Lernerfolg

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft des Lernens: Ab sofort entwickeln die Deutsche Bahn (DB) und die Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL) gemeinsam Lernszenarien im Bereich der erweiterten Realität (XR). Der internationale Kooperationsvertrag wurde im August 2021 unterzeichnet.

Immersive Technologien und virtuelles Lernen gewinnen in der beruflichen Aus- und Fortbildung mehr und mehr an Bedeutung. Mittels XR-Szenarien werden Lernumgebungen geschaffen, die im realen Leben mit großem Kostenaufwand und zum Teil sicherheitskritischen Voraussetzungen verbunden wären. Dabei bezieht sich erweiterte Realität oder Extended Reality (XR) auf alle kombinierten realen und virtuellen Umgebungen und Mensch-Maschine-Interaktionen. Sie vereint repräsentative Formen wie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) und deren Mischformen – Mixed Reality (MR).

Die Vorteile von XR-Anwendungen liegen auf der Hand:

  • Sie ermöglichen ein risikofreies Training von Gefahrensituationen und sorgen für ein fesselndes, nachhaltiges Lernerlebnis.
  • Sie bieten dank VR-Brillen mit Bewegungserkennung einen hohen Lerneffekt durch realitätsnahe Simulationen und „Learning by doing“.
  • Durch den geringeren Bedarf an realen Lernobjekten werden Zeit und Kosten gespart.

Angebote aus dem XR-Bereich ergänzen schon heute erfolgreich die Qualifizierungen angehender Fahrdienstleiter*innen, Wartungstechniker*innen und der Auszubildenden bei der Deutschen Bahn.

Doch DB Training, Learning und Consulting wollte weitergehen und nachhaltige Synergien auf internationaler Ebene schaffen. So entstand der Gedanke zu einer Kooperation mit der staatlichen Eisenbahngesellschaft Luxemburgs, der Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois (CFL). Gemeinsam mit dem Team EVE der DB Systel GmbH, das individuelle 3D- und VR-Lösungen erstellt, konnte die länderübergreifende Partnerschaft realisiert werden. Im August 2021 ist der Kooperationsvertrag unterzeichnet worden.

Geplant sind ein stetiger Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie der gemeinsame Zugriff auf bereits existierende 3D-Modellierungen, Ressourcen und Experten-Know-how. Zudem sparen beide Partner dadurch Kosten. Die DB strebt eine Senkung ihrer Entwicklungskosten für XR-Szenarien um 35 bis 45 Prozent an.

Im Rahmen des Pilotprojekts wurden bereits erste Erfolge erzielt: So stellen 3D-Modellagen von Personen- und Güterwagen die Basis für virtuelle Lernszenarien zum Isolieren der Bremse, zur pneumatischen Federung und dem Kuppeln und Entkuppeln von Wagen dar. Die nun geschlossene Kooperation wird für mindestens drei Jahre bestehen, pro Jahr soll wenigstens eine Projektumsetzung erfolgen.

Mehr Infos zum Thema liefert Christian Dorn von DB Training im Interview: